Bürgerbudget Wuppertal - 150.000 Euro für Deine Ideen!

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03. - 24. Mai 2017

Projektideen online oder telefonisch einreichen; online bewerten und kommentieren

25. - 31. Mai

Vorschlage bewerten (Ergebnis: Top 100) Parallel: Kriteriencheck durch die Verwaltung

07. JUNI

Burgerwerksatt ab 18 Uhr
(Ergebnis: Top 30)

14. SEPTEMBER

Ausstellung und Wahlparty

BIS 5. OKTOBER

Abstimmung online

Urban Gardening - Großprojekt

Diese Projektidee stellt eine Zusammenlegung von vier Projektideen dar, die ein ähnliches Ziel verfolgen: Wuppertal soll eine Urban-Gardening-Stadt werden.


Die Ideengeber und Ideengeberinnen der Projekte „Grün und bunt tut gut. Initiative zur Begrünung der Quartiere (und die essbare Stadt)“, „Essbares Tal“, „Mehrere Naschgärten mit Obstbäumen an öffentlich zugänglichen Wald- und Parkflächen“ und „Anpflanzung von aussterbenden Obstsorten z.B. entlang der Nordbahntrasse“ möchten Wuppertal zu einer bunteren und essbaren Stadt machen, wodurch die ökologische Vielfalt gestärkt wird und den Bürgerinnen und Bürger die Natur und die Möglichkeiten des Urban Gardening näher gebracht werden.


Die zusammengelegten Ideen können unter den folgenden Links aufgerufen werden:


„Grün und bunt tut gut. Initiative zur Begrünung der Quartiere (und die essbare Stadt)“


„Essbares Tal“


„Mehrere Naschgärten mit Obstbäumen an öffentlich zugänglichen Wald- und Parkflächen“


„Anpflanzung von aussterbenden Obstsorten z.B. entlang der Nordbahntrasse“


Mit diesem Urban Gardening Projekt soll der Versuch unternommen werden eine buntere Stadtlandschaft mit freier Versorgung mit Obst, Gemüse, etc.  zu gewährleisten, ein Bewusstsein für die Bedeutung der ökologischen Vielfalt zu schaffen und die Natur in die Stadt stärker zu etablieren.


Jeder Bürger und jede Bürgerin kann sich im Rahmen dieses Projektes an der Durchgrünung beteiligen und von den frei zugänglichen Nutzpflanzen profitieren. Zum einen sollen heimische Pflanzenarten gefördert werden, wie zum Beispiel alte Obstsorten, die vom Aussterben bedroht sind. Zum anderen soll die Einstellung der Einwohner und insbesondere der Kinder und Jugendlichen zur Natur gestärkt und ihr Verständnis und der Respekt für die Umwelt gesteigert werden. Für Urban Gardening Aktivitäten gibt es bestehende Regeln, die beachtet und Grünkonzepte, die weiterentwickelt werden sollten. Analog der Projektidee „Grün und bunt tut gut“ soll ein Bürger-Leitfaden entwickelt werden, der den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen soll, wie diese selbst ihre Stadt grüner und lebenswerter machen können. Die Ideen können in einer Bürgerwerkstatt in Theorie und Praxis weiterentwickelt werden. Sollte sich das Projekt etablieren, könnte zusätzlich ein Biomeiler die nötige Biomasse liefern.
Um den Ideen (Begrünung von Quartieren durch Bürgerengagement, Erntegärten für die Nachbarschaft, Obstbäume zur Selbsternte) einen dauerhaften Erfolg zu sichern und eine größere Breitenwirkung zu erzielen, sollen zunächst, gemeinsam mit allen Akteuren, die bereits bestehenden Standorte und das Engagement in den Quartieren gefördert werden, Die Erstellung eines Leitfadens und die Durchführung einer Bürgerwerkstatt sollen dabei eine besondere Rolle einnehmen. Eine 5.600 qm große Fläche südlich des Botanischen Gartens bietet sich als ein weiterer Ort an, die Themen „Urban Gardening“ und „Essbare Stadt“ in der Bürgergesellschaft zu verankern: Sie  liegt in der Mitte der Stadt – dies ist nicht nur für die Erreichbarkeit wichtig (z.B. auch mit dem ÖPNV), sondern hat auch symbolische Bedeutung und weist mit ihrer Größe ausreichend Fläche für umfassende „grüne“ Aktivitäten auf. Die Themen können hier besonders gut für die Stadtgesellschaft sichtbar werden, der Garten könnte damit als Initialzündung für eine breitere Beteiligung und als eine zentrale Anlaufstelle für Interessierte dienen. Die Nähe zum Botanischen Garten würde der Idee des urbanen Gärtnerns eine hohe Publicity bescheren. Die notwendige Infrastruktur müsste eingerichtet werden. In das Projekt würde das angrenzende Altenheim der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal einbezogen. Die Gärtner der Station Natur und Umwelt mit ihren Mitarbeitern des FÖJ unterstützen beim Aufbau und der Betreuung des Projektes. Die Fläche ist im Eigentum der Stadt und für die Erweiterung des Botanischen Gartens vorgesehen, was derzeit aus finanziellen Gründen nicht realisierbar ist. Aus den bei dem Gesamtprojekt gesammelten Erfahrungen lassen sich – entsprechend der Projektidee Nr. 2 – weitere Flächen in der Stadt, ein online abrufbarer Flächenpool und ein Bürger-Leitfaden entwickeln. Ebenso können an den beteiligten Projektorten Workshops abgehalten werden. Es können Erfahrungen mit der Kompostierung gewonnen werden, die sich in späteren Schritten ebenfalls an anderer Stelle umsetzen lassen. Die Einzelheiten hinsichtlich des Ausbaus weiterer Flächen wären im weiteren Verlauf des Projektes zu klären.


Die Erfahrung aus den Projekten können mit dem Projekt „CACTUS“ verknüpft werden. Dieses an ein EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation („Horizont 2020“) angekoppelte Förderprogramm fördert den Wissenstransfer von „natural based systems“ mit Schwerpunkt des urban farming/urban gardening. Hierbei sollen Strategien und Konzepte zu diesem Thema zwischen 9 europäischen Städten ausgetauscht und Erfahrungen weitergegeben werden. Wuppertal würde sich als einzige deutsche Stadt mit dem Projekt „Aufbruch am Arrenberg“ und mit dem hier beschriebenen Gesamtprojekt beteiligen. Die Fördermittel in Höhe von 300.000 € (+ Reisekosten) können auch den Einsatz von Personal umfassen.
Für die Bäume könnten Patenschaften an Kindergarten- und Schulgruppen, Initiativen oder Privatpersonen übergeben werden, die sich auch um die Pflege der Bäume kümmern könnten. Vor einer weiteren Konkretisierung des Projektes sind Gespräche mit den Ideengebern zu führen, um die Umsetzbarkeit zu prüfen.


 

Voraussichtliche Rolle für die Stadt Wuppertal Aufbau einer Bürgerwerkstatt, Zusammenstellung des Flächenpools und Erarbeitung des Bürger-Leitfadens zusammen mit allen Beteiligten. Initiierung des gemeinsamen Gartens südlich des Botanischen Gartens einschließlich Schaffung der notwendigen Infrastruktur in Zusammenarbeit mit den Akteuren. Unterstützung beim Aufbau und der Betreuung des Projektes durch die Mitarbeiter des FÖJ der Station Natur und Umwelt. Verbindungsglied zu dem Förderprojekt „CACTUS“. Die für das Ressort Grünflächen und Forsten notwendige personelle Unterstützung soll durch das vorliegende Großprojekt bzw. durch das Förderprojekt CACTUS finanziert werden (Zeitvertrag).
Geschätzte Umsetzungsdauer und Startschuss Ab Klärung und Umsetzung der Rahmenbedingungen (personelle Unterstützung, Flächenfreimachung etc.). Das Projekt wird über mehrere Jahre angelegt.
Mehrwert der Idee für Wuppertal Dieses Projekt kann die Begrünung der Stadtquartiere, das Bewusstsein ihrer Bewohner für ihre Stadtnatur und das soziale Miteinander in den Quartieren fördern. Ebenso kann das Image der Stadt als „Grünste Großstadt Deutschlands“ aufgewertet werden. Stärkung der ökologischen Vielfalt in der Region, Möglichkeit der Imagewerbung als Leuchtturmprojekt, Versorgung der interessierten Bevölkerung (in überschaubarem Rahmen) mit ungewöhnlichen Obstsorten.
Eigene Rolle bei der Projektidee s.o.
Kostenschätzung der Ideeneinreicher/in 50,000
Erläuterungen zur Detailprüfung durch die Stadt

+++ Aktualisierung am 16.10.2017: Herzlichen Glückwunsch! Diese Projektidee hat bei der finalen Abstimmung Platz 2 belegt! Die Projektidee geht in den Haushaltsplan ein und wird mit Mitteln von 50.000 Euro umgesetzt. +++

Die Projektidee hat die Detailprüfung durch die Fachverwaltung bestanden. Die Kosten werden auf 50.000 Euro geschätzt. Dieses Projekt kann die Begrünung der Stadtquartiere, das Bewusstsein ihrer Bewohner für ihre Stadtnatur und das soziale Miteinander in den Quartieren fördern und ist daher positiv zu bewerten.
Wuppertal weist eine aktive Urban-Gardening-Szene auf, die weitgehend unter der Initiative „Wuppertals Urbane Gärten“ zusammen geschlossen ist. Es gibt unterschiedliche Gruppen, die im gesamten Stadtgebiet tätig sind. Die zur Verfügung gestellten Flächen im Öffentlichen Raum wurden mit dem Ressort Grünflächen und Forsten der Stadtverwaltung abgestimmt, das die Initiativen auch in Teilen unterstützt. Über den Link https://mundraub.org/ lassen sich bereits 59 Einträge für Flächen der Essbaren Stadt in Wuppertal finden. Die Einträge werden durch die Akteure laufend aktualisiert.
Urban-Gardening-Projekte können dauerhaft nur funktionieren, wenn genügend Akteure und eine ausreichende Infrastruktur vorhanden sind. Sind die Flächen in privatem Eigentum ist dies in der Regel gegeben. Bei öffentlichen Flächen entstehen meist Probleme, da für viele Interessierte die dauerhafte Unterhaltung durchaus mühselig ist aufgrund mangelnder Infrastruktur (Wasseranschlüsse u.a.) oder der freien Zugänglichkeit (erhöhter Vandalismus, Hundeproblem). Dies zeigt sich z.B. bei der Stadt Andernach, die als Vorbild für die „Essbare Stadt“ in Deutschland gilt. Hier sind mehrere Mitarbeiter des 2. Arbeitsmarktes laufend im Einsatz, um die Flächen zu bepflanzen und zu unterhalten. Auch andere Städte bestätigen diese Beobachtung. Sie deckt sich auch mit den Erfahrungen in Wuppertal: Vor allem die in Verbindung mit dem Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V. entstandenen Flächen im Öffentlichen Raum (Josef-Norden-Treppe, Janusz-Korczak-Platz) sind sehr erfolgreich, da durch das Job-Center bezahlte Gärtner sich um die Anlage und Unterhaltung (Bewässerung, Pflege u.a.) zusammen mit den Aktiven kümmern. Einzelinitiativen z.B. in Form von bunter Begrünung von Baumscheiben sind in Wuppertal meist gescheitert, weil die Unterhaltung zu aufwändig war (fehlende Bewässerung z.B. in der Urlaubszeit, Hundeproblematik u.a.).
Die Pflanzung von Obstbäumen ist abhängig von den Witterungs-, Standort- und Bodenverhältnissen. Die Anpflanzung von Obstbäumen entlang von Straßen ist nicht realisierbar. Die Anpflanzung – auch von aussterbenden – Ostbäumen wird zukünftig im Rahmen der Nachpflanzungen in den Öffentlichen Grünanlagen geprüft. Auch hier lassen sich erste Erfahrungen in dem vorgesehenen „Initialgarten“ südlich des Botanischen Gartens sammeln.
Die Kosten für die Durchführung dieses Projektes werden Arbeiten zur Vorbereitung der vorgeschlagenen Fläche, eine zeitliche befristete Projektstelle, Materialkosten u.a. enthalten. Die im Rahmen des Bürgerhaushalts vorgesehenen Projektmittel in Höhe von 50.000 € sind in dieser Höhe einzuplanen.

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2017-09-07
Team Bürgerbeteiligung Wuppertal
50.000 (Kostenschätzung der Verwaltung)
Themenkategorie
Wohnen Arbeit Bildung Infrastruktur (Verkehr und Nahversorgung) Freizeit und Kultur Umwelt Gesundheit Gemeinschaft Zufriedenheit Engagement
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357 Stimmen (Phase 3)
Status
Kriteriencheck bestanden
Teil der TOP 100
Gemeinwohl-Check bestanden: Teil der TOP 30
Detailprüfung durch Verwaltung bestanden: Zur finalen Abstimmung freigegeben
Bei der finalen Abstimmung gewonnen
Umsetzung gestartet
Umgesetzt!
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